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Veranstaltungen

Flughafenbesichtigung am 20. September 2012

DWC besucht Budapester Flughafen und Lufthansa Technik

Gut im Post-Malév-Zeitalter eingerichtet

Flughafen-Entwicklungsdirektor Stephan Schattney wirft einen Blick in die Zukunft.

Für Manager einer Gesellschaft, die vor einem halben Jahr ihren wichtigsten Kunden verloren hat und der damit quasi über Nacht sämtliche Geschäfts­pläne in Makulatur verwandelt worden sind, machen Jost Lammers, CEO der Budapest Airport Zrt., und seine deutschen Kollegen alles andere als einen niedergeschlagenen Eindruck. Vergangenen Donnerstag erlebten die DWC-Mitglieder, die der Einladung des Flughafenbetreibers sowie von Lufthansa Technik gefolgt waren, ein zuversichtlich gestimmtes Managementteam, das das intern als „ugly surprise“ umschriebene „grounding“ der Malév vom 3. Februar bereits bestens verdaut zu haben scheint.

Dass man mit Malév einen kranken Patienten unter Vertrag hatte, darüber hatte man keine Illusionen. Dennoch sei das plötzliche gnadenlose Aus – direkt ausgelöst durch eine wegen Zahlungs­schwie­rigkeiten in Tel-Aviv festgehaltene Malév-Maschine – für den Flughafen­betreiber dann doch überraschend gekommen. Immer­hin sei man – Sicherheit wird bei einem Flug­hafen nun einmal großgeschrieben – operativ auf dieses Ereignis vorbereitet gewesen. So habe man auch die Situation relativ gut in den Griff bekommen, als mit einem Mal die Abflughalle mit etwa 3.000 gestrandeten Malév-Ti­cket­­besitzern gefüllt war.
Weniger gut vorbereitet schien der Eigen­tümer der Malév, der ungarische Staat. „Wir hatten den Eindruck, dass die Re­gierung sehr überrascht war“, erinnert sich ein Mana­ger. Sie hatte weder im Vorfeld alles unternommen, um das Aus zu verhindern noch hatte sie einen Plan B in der Schreibtisch­schub­lade, also etwa den sofortigen Neustart einer alternativen staatlichen Fluggesell­schaft. Erst sehr spät, als sich die Lage bereits beruhigt hatte, ließ sich an besagtem Tag ein Vertreter des zuständigen Ministeriums auf dem Flughafen blicken. Ein großes Lob kann Jost Lammers hingegen der Polizei aussprechen, die zur Zeit der größten Not damals viel dafür getan habe, die Lage zu normalisieren.
Während sich in der Zeit nach der Malév-Pleite immerhin noch das Gerücht hielt, der ungarische Staat werde die gerissene Lücke rasch selber stopfen, ist es hinsichtlich eines staatlichen Malév-Nach­folgers inzwischen sehr ruhig geworden. „Mir sind keine derartigen Anzeichen bekannt“, stellt Jost Lammers auf eine entsprechende Frage der Budapester Zeitung klar. Je mehr Zeit verstreiche, umso unwahrscheinlicher werde ein staatliches Engagement in diese Rich­tung. Nicht zuletzt, weil die anderen Fluggesellschaften natürlich nicht tatenlos um diese Lücke herum stehen. „Bereits am Malév-Plei­tetag hatten wir gegen Mittag ein erstes konkretes Treffen mit Vertretern einer Bud­get­-Airline“, erinnert sich Lammers.

Stabiler Großkunde des Flughafens: Lufthansa Technik.

Für ihn und seine Kollegen heißt es jetzt also, sich frei von irgendwelchen Illusionen auf die Gege­ben­heiten der Post-Malév-Ära einzustellen, sich mit anderen Geschäfts­plänen, gedrosselten Wachstums­zielen und Ver­schiebungen beim weiteren Aus­bau des Flughafen­areals abzufinden. In dieser Situa­tion muss es beruhigend wirken, dass sich das Flug­hafen-Mana­ge­ment immerhin auf einen weiteren Großkunden verlassen kann, auf Lufthansa Technik, die in Sicht­weite des modernen Skycourts des Flughafengebäudes in einem Groß­­hangar seit über zehn Jahren Flug­zeuge wartet und rundüberholt. Nach einer intensiven Aufbauarbeit und Investitionen in Höhe von etwa 20 Million Euro haben die Mit­ar­beiter von Geschäfts­führer El­mar Lutter dort den Standort Budapest in­zwi­schen zu einem geschätzten Teil der Luft­hansa-Technik-Gruppe entwickelt.

Veranstaltungen

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A Story of Mother Europe am Dienstag, den 8. August 2017 um 19:00 Uhr im Budapest Park, Budapest
hinweisen.

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Liebe Mitglieder und Freunde!
Hiermit möchten wir Euch herzlichst am Mittwoch, 21. Juni 2017 zu der letzten Veranstaltung vor der Sommerpause und damit traditionell zu unserer Top-Managerrunde und Sommerparty im Gundel Restaurant (1145 Budapest, Gundel Károly út 4.) einladen. 

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