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Veranstaltungen

Duale Ausbildung 21. November 2012

 

DWC widmet sich der dualen Ausbildung

Eigeninitiative ist gefragt

Siemens-Personal-Manager Ferdinand Walbaum.

Das neue Berufsbildungsgesetz weist auch in Sachen dualer Ausbildung in die richtige Richtung. Viel hängt jetzt davon ab, inwieweit die Firmen den vorhandenen Spielraum nutzen. In etwa dies war das Fazit einer Informa­tions­veranstaltung des Deutschen Wirtschaftsclub Budapest (DWC) speziell zur Problematik der dualen Ausbildung. Einer der prominenten Redner der Veranstaltung war Zoltán Cséfalvay, Staatssekretär im Volkswirtschafts­ministerium.

Im ersten Teil der Veranstaltung kamen zunächst die Personalleiter der Firmen Audi, Bosch, Knorr-Bremse, Mercedes und Siemens zu Wort, um über den Stand der dualen Ausbildung in ihren Fabriken und ersten eigenen Erfahrungen zu berichten. Dabei unterstrich etwa der Siemens-Manager Ferdinand Walbaum, wie wichtig es sei, dass die Auszubildenden (Azubis) vertraglich an einen Ausbildungs­be­trieb gebunden sind. Ziel der Ausbildung müsse das Erreichen völliger Handlungskompetenz sein, dass nämlich die Azubis nach ihrer Ausbildung sofort, und ohne weitere Ausbildungsmaßnahmen in der Produktion eingesetzt werden können. Mit Blick auf den offenen und innovativen Charakter der Aus­bil­dung sei es nach den Worten von Walbaum wichtig, die eigenen Aus­bildungsangebote auch Interes­sen­ten anderer Firmen anzubieten.

Motivation von staatlichen Lehrkräften

Mercedes-Ausbildungschef Fabio Belà.

Fabio Belà, der seit viereinhalb Jahren als Leiter Qualifizierung & Ausbildung erst für das Projekt Kecskemét der Daimler AG und dann direkt für Mercedes-Benz Hun­gary Kft. tätig ist, präsentierte als Beispiel für die Motivation von Azubis unter anderem die Praxis seiner Firma, Azubis verschiedener Wer­ke zusammenzubringen und zusammenarbeiten zu lassen. Schon jetzt waren Lehrlinge aus deutschen Daimler-Fabriken in Kecskemét auf Arbeits­besuch. „Ich möchte nun auch ungarische Azubis in Deutsch­land sehen“, so Belà, der in Kecs­ke­mét inzwischen für die zeitgleiche Ausbildung von täglich etwa 180 Leuten verantwortlich ist und seit Beginn der Aus­bildung schon etwa 3.000 Ein­stellungen den Weg geebnet hat.
Kinga Németh, Leiterin Per­so­nal- und Organisationsentwicklung der Audi Hungária Motor Kft., wies in ihrem Vortrag unter anderem darauf hin, wie wichtig eine Mo­tivation von staatlichen Lehr­kräf­ten in den Berufsschulen ist, insbesondere mit Blick darauf, bei der Ausbildung stets mit der Ent­wicklung der Technik Schritt zu halten. Hinsichtlich der Ausbil­dungs­abgabe kritisierte sie, dass die Industrie bisher noch zu wenig Einfluss auf die Verwendung der einfließenden Gelder habe.
Ein immer wiederkehrendes Thema bei allen Vorträgen war die gesellschaftliche Verantwortung eines jeden Unternehmens dafür, dass sich die duale Ausbildung in Un­garn schrittweise dem hohen deutschen Niveau und der dortigen Verbrei­tung nähert. Dafür dürfe duale Ausbildung aber nicht nur das Thema einiger weniger großer, internationaler Firmen sein, sondern müsse auf eine möglichst breite Basis gestellt werden. Insbesondere sollten auch KMUs verstärkt zur Teilnahme daran motiviert werden.

Bild des Facharbeiters verbessern

Bei der anschließenden Podiums­dis­kussion, die vom DWC-Vor­stands­mitglied und Leiter der Audi Akademie Hungaria, Alois Kauer, moderiert wurde, gingen die Teil­nehmer unter anderem der Frage nach, wie das gesellschaftliche Image der dualen Ausbildung und das Berufsbild des Facharbeiters verbessert werden könne. Die da­raufhin von den Teilnehmern geäußerten Vorschläge gingen zumeist in Richtung Aufklärung und Mar­ke­ting, etwa mittels Imagefilmen, Roadshows, Tagen der Offenen Tür und ähnlichem. Staatssekretär Cséfalvay sprach sich dafür aus, den sich über die duale Ausbildung eröffnenden Karrieremöglichkeiten eine stärkere gesellschaftliche Be­ach­tung zu schenken.
Ein anderer Diskussionsteil­neh­mer schlug vor, die im Vergleich zu Aka­demikern wesentlich besseren Ein­stel­lungsaussichten von Facharbeitern stärker zu bewerben. „Lie­ber eine gut gesicherte Stellung als Facharbeiter, als ein mögliches Schick­sal als arbeitsloser Akademi­ker“, brachte er die reale Situation auf den Punkt. Bei der Beratung der Jugendlichen käme den Lehrern in den Schulen eine wichtige Rolle zu. Von daher sei die Industrie gefordert, einen engen Kontakt zu ihnen und ihren Einrichtungen zu unterhalten.

 

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